Mehr Politiker statt Fachkräfte wir brauchen

.

Kennen sie diese Kneipen- oder Stammtischgesabbel auch, wenn sie über ihre Arbeit, über ihre Kollegen, ihre Probleme in ihrer Firma mit anderen Freunden bei einem Glas Bier oder Wein reden und sie irgendwann den unvermeidlichen Spruch bringen „Ich glaube, ich habe den falschen Beruf gelernt!“ ?

Mal abgesehen davon, was denken Sie über den nicht aufzuhören wollenden Fachkräftemangel in aller Munde und in den Medien? Ist das nicht entsetzlich zu sehen, dass die armen Firmen bald zumachen werden, weil ihre heutigen Fachkräfte irgendwann in den Ruhestand gehen und das Unternehmen eine Zwangsschrumpfung riskiert? Ist es nicht widersprüchlich und komisch zugleich, dass z.B. der Verlag „Die Welt“ berichtet, dass laut ihren demografischen Berechnungen die Weltbevölkerung im Jahr 2050 auf ca. 9,7 Milliarden Menschen wachsen wird? Woran liegt es also, dass wir seit Jahrzehnten ein Fachkräftemangel haben? Ist unser Nachkommen zu dumm? Wandern unsere Experten aus? Oder ist es womöglich nur ein Schwindel, den uns unsere Politiker und Medien Tag für Tag vorgaukeln? Die Antwort bekommen sie in einem weiteren Beitrag.

Vor-Gauk-eln…… uuuuh, ich sollte aufpassen was ich da schreibe, auch wenn da noch ein C dazwischen fehlt. Wobei, viele deutsche Bürger wissen nicht einmal selbst, wie unser Bundespräsident mit Vornamen heisst, geschweige denn, dass es überhaupt einen gibt!

Das ist aber nicht das Thema. Ich frage mich, was denn ein Politiker sagen würde, wenn er an genau solch einem Stammtisch sitzen würde und sich in das Gesabbel einklinken müsste. Naja abgesehen davon, dass ein Politiker uns eher Märchen über seine Arbeit erzählen würde statt die Wahrheit. Aber würde er wohl wie alle anderen auch, nach 2 Bier und gefühlten 20 Kg Arbeitsfrust auch die ironische Selbsterkenntnis auflegen zu sagen „Ich glaube, ich habe den falschen Beruf gelernt!“ ???

Ich bin kein Politiker, aber ich kenne die Antwort zu meiner Frage. Sie lautet: NEIN! Ein Politiker würde sich weder ernsthaft, noch ironisch zu solch einer Erkenntnis hinreisen lassen. Warum denn auch? Ich erkläre ihnen warum.

Bleiben wir bei den Fachkräften am Beispiel eines Informatikers:

  • Ein Informatiker studiert im Durchschnitt 4 Jahre bis 5 Jahre.
  • Er legt seine Fachrichtung bereits in seinem Studium fest.
  • Nach dem Studium sucht er sich einen passenden Job, in einer Firma für einen überschaubaren Kreis an Kunden und Menschen
  • Er sammelt, sagen wir mal in 15 Jahren viel Erfahrung in einem oder wenigen weiteren Bereichen, sagen wir mal Programmierung oder Beratung oder Systemintegration oder Administration oder Webdesign oder Datenbankexperte etc.
  • Wenn er nach den 15 Jahren und viel Erfahrung in seiner Fachrichtung die Branche oder die Richtung wechseln will, hat er so gut wie keine Chancen, denn er hat weder die gewünschte Expertise noch die Erfahrung darin, auch wenn er sich privat damit sehr beschäftigt hat, es fehlen ihm Nachweise wie Weiterbildung, Zertifikat oder Arbeitszeugnisse welche dies bescheinigen
  • Wenn ein Informatiker mit Studium und 15 Jahren Erfahrung sich eine neue Stelle sucht, muss er unzählige Bewerbungen schreiben, damit er ein paar Vorstellungsgespräche bekommt.
  • Ein Informatiker muss im Gespräch zwingend überzeugen, damit er Erfolg hat. Denn egal wie gut er war oder ist, er muss sich immer aufs Neue beweisen.
  • Ein Informatiker muss bis zu seinem 67’sten Lebensjahr arbeiten um dann seine mickrige Rente zu bekommen, von dem er mit 67 wahrscheinlich nicht mehr leben kann. Nach 50 will ihn aber niemand mehr.

Hingegen ist ein Politiker das ultimative, brutal erfahrene Allzweckgerät für jede Lebenslage und in jedem Alter

  • Ein Politiker studiert zuvor irgendwas. Es ist egal was er studiert hat und wie lange er studiert hat. Er kann BWL studieren, Medizin, Jura oder einfach nur Agrarwirtschaft
  • Nach seinem Studium und mit seinem Parteipolitischen Engagement lässt er sich wählen und wenn er Glück hat wird er gewählt
  • Nach einpaar Jahren politisch heisser Luft, steigt er mit dieser Thermik auf und wenn er Glück hat, landet er in der richtigen Partei und kann in die Regierung
  • Wenn er dort einmal wieder mit dem Fallschirm gelandet ist (nach jahrelanger Kampferfahrung), lässt er sich ins Kabinett einberufen
  • Dort bekommt er einen tollen Job. Es spielt aber erst mal keine Rolle was er am besten kann, sondern was ihm am besten passen würde, nicht fachlich, sondern optisch
  • Nach 4 Jahren Legislaturperiode und mit ein bisschen Glück zur Wiederwahl, kann er sich nun umschauen in welche Branche und Fachrichtung er denn noch so will
  • Wenn er bzw. seine Partei Glück haben, darf er das sogar mehrmals, nach Belieben.
  • Der Politiker kann in der ersten Periode Arbeitsminister werden, in der 2. Innenminister, in der 3. Finanzminister und in der 4. Umweltminister. Es spielt keine Rolle, er kann es einfach, weil er ist Politiker und diese Begriffe wie Arbeit, Umwelt, Finanzen, Innere Angelegenheiten sind alle ein Fach, eine Branche, eine Erfahrung, ist doch klar. Da ist es doch super, dass er gerade Mathematik studiert hat, um Familienminister zu werden.
  • Ein Politiker muss sich nicht über kleinkarierte Kunden ärgern, der kann über ein ganzes Volk bestimmen und dabei einfach nur irgendwas von sich geben, was niemand versteht.
  • Ein Politiker braucht nicht gut zu sein um einen tollen Posten zu bekommen, er muss nur bei der Partei sein, die gerade regiert. Er muss nur so tun, als ob er was wüsste.
  • Ein Politiker bekommt Tagegelder wenn er im EU Parlament tätig ist. Einfach so, er muss nichts tun dort, nur da sitzen und darf auch vor sich hin träumen.
  • Ein Politiker geht nicht in Rente. Er tritt nach 2 Perioden zurück und bekommt ein Leben lang Pension, finanziert von Steuergeldern. Er braucht nur 8 Jahre Politik machen und kann sich zur Ruhe setzen.

Während wir also nicht wissen, wo wir unsere Informatiker überhaupt unterbringen sollen, weil sie einfach keine Erfahrung(en) haben, sind Politiker allwissende Universaltalente, die es mit jedem Fach direkt und ohne Nachweise aufnehmen können. Natürlich haben sie ihre Lobbies und Mentoren, die sie sofort in nur ein paar Tagen für die neue Stelle fit machen, aber sie können vor den Medien so auftreten, als ob sie noch nie etwas anderes gemacht hätten, geschweige denn studiert.

Also wieso teure Fachkräfte ewig lange ausbilden?? Mehr Politiker braucht das Land!! Und schon ist unser Fachkräftemangel beseitigt! 😀

Die drei Bekanntesten  aus Wikipedia (zitiert)

Thomas De Maiziere (Rechtswissenschaftler): Zuvor war er von 1990 bis 1994 Staatssekretär im Kultusministerium von Mecklenburg-Vorpommern sowie von 1994 bis 1998 Leiter der Staatskanzlei unter Berndt Seite. Im Anschluss war er von 1999 bis 2001 Chef der Sächsischen Staatskanzlei, von 2001 bis 2002 Sächsischer Staatsminister der Finanzen, von 2002 bis 2004 Sächsischer Staatsminister der Justiz und von 2004 bis 2005 Sächsischer Staatsminister des Innern. Von 2005 bis 2009 war er Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes. Vom 28. Oktober 2009 bis 3. März 2011 war de Maizière Bundesminister des Innern im Kabinett Merkel II. Anschließend war er vom 3. März 2011 bis zu seiner Rückkehr ins Innenministerium am 17. Dezember 2013 Bundesminister der Verteidigung.

 Angela Merkel (Physikerin): ist in der DDR aufgewachsen und war dort als Physikerin wissenschaftlich tätig. Bei der Bundestagswahl am 2. Dezember 1990 errang Merkel erstmals ein Bundestagsmandat; in allen darauffolgenden sechs Bundestagswahlen wurde sie in ihrem Wahlkreis in Vorpommern direkt gewählt.[2] Von 1991 bis 1994 war Merkel Bundesministerin für Frauen und Jugend im Kabinett Kohl IV und von 1994 bis 1998 Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Kabinett Kohl V. Von 1998 bis 2000 amtierte sie als Generalsekretärin der CDU und ist seit dem 10. April 2000 deren Bundesvorsitzende.
Nach dem knappen Sieg der Unionsparteien bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 löste Merkel Gerhard Schröder als Bundeskanzler ab und führte eine große Koalition mit der SPD bis 2009 (Kabinett Merkel I). Nach der Bundestagswahl 2009 ging sie mit der FDP eine schwarz-gelbe Koalition ein (Kabinett Merkel II), die durch eine erneute große Koalition in der Folge der Bundestagswahl 2013 abgelöst wurde (Kabinett Merkel III). Im ersten Halbjahr 2007 war Merkel EU-Ratspräsidentin, damit war sie neben EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso die ranghöchste Vertreterin der Europäischen Union.

Ursula Gertrud von der Leyen (Ärztin): ist eine deutsche Politikerin der CDU und seit dem 17. Dezember 2013 Bundesministerin der Verteidigung im Kabinett Merkel III. Sie ist Mitglied der evangelisch-lutherischen Kirche. Sie war von 2003 bis 2005 niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, von 2005 bis 2009 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von 2009 bis 2013 Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

Übrigens Frau Merkel, ihre Hände, die sie stets so vor sich hin halten, also diese händische Geste. Ich empfehle dies nicht zu tun, wenn sie einmal wieder Herrn Erdogan treffen. In der Türkei bedeutet diese Geste sehr grosse Beleidigung. Ich wollt’s ja nur gesagt haben 😉

(red)

 

Diesen Beitrag teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*