Kolumne aus der Netzwoche 01/17

Sperren Sie ihren Bildschirm, oder ich übernehme!

Ich hatte letztens einen Termin wahrzunehmen. ­Angekommen im Gebäude nahm ich den Fahrstuhl zur Etage, in der sich die Büroräume befanden. Die Etagentür war nicht abgeschlossen, so konnte ich den Flur unkompliziert betreten. Mir kamen dort ein paar Herrschaften entgegen, die sich unterhielten und die ich vertraut grüsste. Schnell fand ich mich zurecht und es dauerte nicht lange, bis ich das richtige Büro fand, das zum Zeitpunkt meiner Ankunft unbesetzt war und offen stand. Ich trat sogleich ein. Auf dem Sitzungstisch stand ein Laptop. Ich zögerte keine Sekunde und setzte mich vor dieses Laptop, um zu sehen, ob es auch für mich zugänglich war. Wie zu erwarten: Nicht gesperrt, und in der Nähe der Eingangstüre war niemand zu sehen. Es verging etwa eine h­albe Minute, bis die Person, mit der ich verabredet war, in den Raum trat und mich begrüsste. Genug Zeit, um ein Bad-USB-Stick aus der Jackentasche zu ziehen, der zur Infizierung ungesperrter Rechner speziell präpariert wurde. Er gibt sich als Tastatur aus, um diese über automatisierte Kommandos in einen «Bot» zu verwandeln …

Sperren Sie Ihren Bildschirm bei jedem Verlassen des Arbeitsplatzes, bevor ihr PC von einer fremden Person übernommen wird!

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