Von der Spurenverfolgung eines Spamers zur Entdeckung von Kinderpornografie im Netz

Es ist schon interessant zu sehen, über welche Wege SPAM-Nachrichten zu unserem Posteingang finden. Selbstgebaute Mailserver, die unsichere Relays nutzen, über Webmailer gejagte Email-Listen, gehackte Systeme, über deren Anschlüsse/Accounts Spam gesendet wird, Registrierung von Fake-Domains, die in Russland oder China sitzen…. Die liste der Möglichkeiten ist lang. Und solange die eingesetzte Mechanik effektiv gegen Spamfilter ist, kommen die Mails durch.

In meinen früheren Beiträgen habe ich einige dieser Wege und Herleitungen dokumentiert. So mache ich mir ab und an auch die Arbeit zu verstehen, wo eine Spam Mail entstanden sein könnte, aus welcher Intension heraus sie verschickt wurde und welche Systeme von Versand bis Zustellung betroffen waren. Oft begegnet man dabei auf kompromittierte Systeme im Netz. Ein aktuelles Beispiel aus meinem Blog ist der BlueCoat Proxy Server in Johannesburg (Siehe auch https://www.networm.ch/si-captcha-anti-spam-plugin-von-wordpress-wirkungslos/).

Die Menschheit ist echt krank!

Es war wieder einmal eines dieser Tage, wo ich erneut auf die Spurensuche ging. Ich will aufgrund der Brisanz dieses Falles nicht um den Heissen Brei reden, in meinen Recherchen stiess ich auf eine Seite, die mich dieses Mal schockierte, da ich so etwas im öffentlich zugänglichen WWW in dieser Form und Offensive nicht erwartet hätte, zumindest nicht so leicht, wenn die Behörden ständig darüber berichten, dass sie doch im „Darknet“ nach Anbietern und Konsumenten in dieser kranken Gesellschaft jagen. Konkret bin ich auf eine Seite gestossen, dessen URL, also Internetadresse nicht einmal so kompliziert ist und die Webseiten in den USA gehostet werden, wie es oft der Fall ist.

Die Whois Abfrage über den Betreiber der Seite ist im ersten Schritt eher weniger sinnhaft, da auch dieser Betreiber der Seite, (wie so oft) von einer Whois Protection Firma geschützt wird. Immerhin könnten Behörden den Hoster selbst identifizieren und ggf. darüber rausfinden, wer der Besitzer der Webseiten ist. Mir wäre es zwar lieber die Quellen der Videos zu finden und sie dann allesamt zu kastrieren, aber das wird ein Wunschdenken bleiben schätze ich. Die Welt ist nicht nur mit Moral, Anstand und guten Werten besetzt, sondern mit abartigen Gedanken, Handlungen und Unmenschlichkeit.

Wer meine Beiträge einmal gelesen hat, der/die weiss auch, dass ich mir keinen Blatt vor dem Mund nehme und die mir bekannten Fakten auch offenlege.

Der kranke Übeltäter als Medium des Bösen

Bei der betroffenen Seite handelt es sich um die Webseite holloporn.com. Die IP Adresse der Webseite ist: 213.174.129.185
Der Provider (Hoster) der Webseite ist: ADVANCEDHOSTERS-NET Ltd. (https://advancedhosters.com)

Da ich bei solchen Dingen extrem empfindlich reagiere (ich denke, das ist das normale Verhalten eines jeden gesunden Menschenverstands), habe ich mich vergewissert, dass ich da auch richtig liege, bevor ich eine Meldung an die Strafverfolgungsbehörden absetze. Die Beispielvideos, in die ich widerwillig reingeschaut habe:

1. http://www.holloporn.com/tattoo/watch-them-giving-a-double-blow(….zensiert)
2. http://www.holloporn.com/outdoor/daring-asian-amateur-gives(….zensiert)

(Geht bitte nicht auf die Seite! Euer Nutzungsverhalten im Internet wird von den Behörden protokolliert. Unter Umständen kann man euch vorwerfen pädophile Neigungen zu haben, wonach ihr für die Behörden von Opfer zum potenziellen Täter werden könntet. Das soll schon mehrfach vorgekommen sein).

Man kann das eklige Gefühl bei sowas gar nicht beschreiben und auch den in mir immer grösser werdenden Unmut für diese Welt sowie den Hass auf diese Leute.

Manche Clips sind eingebettet, andere verweisen auf weitere Webseiten, worin sie publiziert werden. Das Video im Link Nr. 2 wird z.B. direkt von der Webseite http://www.pornpropeller.com/  eingebettet.

Auf der Webseite sind ebenfalls sehr viele Thumbnails mit Kindern resp. Minderjährigen eindeutig zu erkennen. Allein dies ist schon eine Tatsache, dass hierbei Kinderpornografie öffentlich zugänglich angeboten wird.
In diesem Beitrag habe ich jedoch bewusst darauf verzichtet, Beispielbilder zu veröffentlichen, die ich hätte vorher unkenntlich machen können. Ich will nicht als unbeteiligter Dritter als Täter beschuldigt werden, noch handelt es sich hierbei um einen Hack oder sonstiges. Die Seiten sind leider, und gar für jeden Erreichbar.

Wie breitet sich sowas aus?

Man muss aber bei der Bekämpfung von solchen illegalen und unmoralischen Handlungen einige Dinge verstehen, bzw. bei der Herangehensweise als Behörde manche Details kennen. Abgesehen davon, dass es bekannt ist, dass Medien und Behörden zufolge Kinderpornografie weiterhin auf Darknet-Servern angeboten werden (Das ist nicht zwangsläufig TOR oder ähnliche Privacy Networks, sondern geschlossene Systeme worauf man nur per Einladung mit entsprechenden Mechanismen einen Zugang erlangt), ist die Online-Porno Industrie etwas anders aufgestellt. Dabei hosten die Porno-Movie und Clip Anbieter im Netz allesamt nicht etwa ihr eigenes Repertoir bzw. offerieren Ihr Arsenal nicht aus ihrem eigenen Cloud-Speicher. Vielmehr gibt es gespiegelte Datenpools, woraus sich ein Porno-Webseitenbetreiber bedient. Es ist wie eine Dienstleistung zu betrachten, wo ein Händler von einem Lieferanten ein Kontingent kauft und hochwertigeres „Material“ oder sonstige Leistungen wiederum durch zusätzliche Premium und Abo-Dienste verkauft. Nimmt z.B. ein Lieferant einen Artikel (Ein Clip oder Film) aus seinem Repertoir, dann ist dieser Artikel in der Regel bei allen Händlern nicht mehr zugänglich, es sei denn der Händler spiegelt den Artikel selbst.

Daher ist es in Irrweg, wenn man glaubt, dass man durch das alleinige Sperren von Webseiten und durch das Verhaften eines einzigen Anbieters die Ursachen dieser kranken Machenschaften eliminiert hätte. Zudem muss man berücksichtigen, dass diese Plattformen allenfalls zum Handel aufgebaut wurden, die Betreiber jedoch die angebotenen Filme einkaufen, nicht selbst drehen. Man kann also die Ursache nur dann bekämpfen, wenn man die Quellen ausfindig macht und sie kastriert, und damit meine ich nicht nur die Datenpool-Betreiber, sondern diese kranken Leute. Aber dann kommen wieder Menschenrechtler und Pädagogen und meinen, es sei unmenschlich. Ich weiss nicht was unmenschlicher ist, diese kranken Menschen nach moralischen Werten hart zu bestrafen, oder Kinder für ihr Leben lang zu traumatisieren.

Wo kann ich solche Delikte melden bzw. bekanntmachen

Ich habe den Fall an zwei unterschiedliche Meldestellen gemeldet:

  • KOBIK: Schweizerische Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität – https://www.cybercrime.admin.ch/kobik/de/home.html
  • Das Kompetenzzentrum für den Jugendschutz im Internet – http://www.jugendschutz.net

Es gibt noch die Internet Beschwerdestelle in Deutschland:

https://www.internet-beschwerdestelle.de/de/beschwerde/einreichen/www.html

Nachfolgend eine Blacklist der bekanntesten Porno-Anbieter, die sich untereinander Videos teilen. Es gibt leider unzählige Seiten im Netz, daher kein Wunder, dass 1/4 des Internet-Traffics auf die Porno-Industrie zurückzuführen ist. Die Blacklist Methode ist bedingt effektiv. Besser ist es Content-Filter für den Jugendschutz einzusetzen.

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(red)

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